Neue Impfung gegen Gürtelrose


Für Ältere besonders geeignet
Neue Impfung gegen Gürtelrose

Seit Mai ist für Personen ab 50 Jahren ein neuer Impfstoff verfügbar, der vor einer Gürtelrose und deren Komplikationen wie Nervenschmerzen und Organentzündungen schützt. Die Impfung ist auch für immungeschwächte Menschen geeignet.

Bläschen und starke Schmerzen – die Gürtelrose

Die Erreger der Gürtelrose (Varizella-Zoster-Viren) sind in der Kindheit für die Windpocken verantwortlich und können sich nach Abheilen der Erkrankung jahrzehntelang im Rückenmark einnisten, ohne Beschwerden zu verursachen. Stress oder ein geschwächtes Immunsystem im Alter können die Viren reaktivieren und es kommt entlang von Nervenbahnen zu starken Schmerzen und einem Bläschenausschlag auf der Haut. Dauern die Schmerzen länger als 3 Monate, spricht man von einer Post-Zoster-Neuralgie, welche die häufigste Komplikation einer Gürtelrose ist. Zwei Drittel der Gürtelrosenerkrankungen treten jenseits des 50. Lebensjahres auf und etwa jeder Dritte entwickelt im Laufe seines Lebens eine Gürtelrose.

Effektiver Schutz von Älteren und Immungeschwächten

Der neu verfügbare Totimpfstoff schützt ältere Menschen effektiv mit einer Wirksamkeit von über 90 Prozent und altersunabhängig vor Varizella-Zoster-Infektionen und ihren Komplikationen. Die Impfung erfolgt im Abstand von 2 Monaten und der Arzt kann sie zusammen mit der Grippeschutzimpfung durchführen. Er ist auch für immungeschwächte Personen geeignet, bei denen der bisherige Lebendimpfstoff nicht eingesetzt werden konnte.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e. V.

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