Vorsorgeleistung für Männer


Kritischem Gefäßriss vorbeugen
Vorsorgeleistung für Männer

Insbesondere für Männer höheren Alters besteht die Gefahr, dass sich im Bauchraum eine erweiterte Körperschlagader, ein so genanntes Aneurysma, bildet. Ein Riss des Gefäßes ist lebensbedrohlich. Experten raten, zeitig einen Termin für die kostenlose Vorsorgeuntersuchung zu machen.

Einmalige Leistung für Männer über 65 Jahren

Ein Bauch-Aortenaneurysma ist eine krankhafte Ausweitung der Hauptschlagader (Aorta), die bei Männern im höheren Alter 5-fach häufiger auftritt als bei Frauen. Überschreitet die Aussackung eine kritische Grenze, droht sie zu reißen und es kommt innerhalb von Sekunden zu lebensgefährlichen inneren Blutungen.

Wird eine erweiterte Bauchschlagader rechtzeitig erkannt, gibt es zwei Möglichkeiten: Der Arzt beobachtet die Veränderungen in nachfolgenden Untersuchungen oder er operiert, wenn das Risiko für einen Riss groß ist. „Genau das will das neue Screening leisten“, erklärt Prof. Thomas Schmitz-Rixen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin. Seit 2018 bieten die gesetzlichen Krankenkassen eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung einer erweiterten Bauchaorta an. Männer über 65 Jahren haben einen einmaligen Anspruch auf eine Ultraschalluntersuchung und die begleitende Beratung. Beides kann der Hausarzt vornehmen.

Nicht zögern: Vorsorgetermin machen

Wie Studien zeigen, verhindert die Früherkennung 3 Todesfälle bei 1000 untersuchten Männern. Bei fraglichen Fällen, die der Arzt weiter beobachtet, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für nachfolgende Ultraschallscreenings.

Männer, die rauchen, bereits länger unter Bluthochdruck leiden oder erhöhte Fettwerte im Blut aufweisen, gehören zu den Risikopatienten für ein Bauch-Aneurysma. Auch familiär gehäuft auftretende Aneurysmen und Herzkrankheiten erhöhen die Gefahr für eine erweiterte Bauchschlagader. „Wir raten diesen Risikopatienten, nicht zu lange abzuwarten und einen Screening-Termin zu vereinbaren“, betont Schmitz-Rixen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

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