Ernährung gesunder Säuglinge


Neue Empfehlungen herausgegeben
Ernährung gesunder Säuglinge

Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat ihre Empfehlungen zur Ernährung gesunder Säuglinge aktualisiert. Die Experten empfehlen Stillen ohne Zufütterung in den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten, und weitergeführtes Stillen neben der Beikost. Von sogenannter Selbstfütterung des Babys und veganer Ernährung des Säuglings raten die Experten ab.

In den ersten Monaten möglichst stillen

Die Ernährungskommission der Deutschen Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hat zahlreiche aktuelle Studien und Publikationen ausgewertet und in ihre Empfehlungen für die Ernährung gesunder Säuglinge einbezogen. Insgesamt bestätigt die Ernährungskommission in ihrer wissenschaftlichen Publikation die Empfehlung, Säuglinge in den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten wenn möglich ausschließlich zu stillen. Zahlreiche Studien belegen, dass Stillen das Abwehrsystem von Säuglingen stärkt und bestimmten Erkrankungen wie Asthma vorbeugt. An das ausschließliche Stillen schließt sich eine stufenweise Einführung von Beikost an bis hin zur normalen Familienkost zum Ende des 1. Lebensjahres.

Die Experten bewerteten neue Trends in der Babykost kritisch, zum Beispiel das sogenannte Baby-led Weaning (weaning = Abstillen) und die vegane Ernährung von Säuglingen.

Baby-led Weaning – Selbstfütterung des Babys

Selbstfütterung statt Babybrei – das ist das Ziel des „Baby-led Weaning“. Hier nimmt sich das Baby seine Beikost selbst, indem es die angebotene Nahrung selbständig zum Mund führt. Den konsequenten Verzicht auf Brei, sehen die Experten als problematisch an. Denn bei konsequenter Einhaltung der ausschließlichen Selbstfütterung bestimmt allein die motorische Entwicklung des Kindes, wann mit der Selbstfütterung begonnen wird. Solange gibt es Milch. Da die meisten Kinder erst im Lauf des 2. Lebenshalbjahres in der Lage sind, die Selbstfütterung zu praktizieren, verschiebt sich der Beginn der Beikostgabe meist einige Monate nach hinten. Dies sei zu spät, um die Chancen auf ein gemindertes Allergie- und Zöliakierisiko nutzen zu können. Denn die Einführung von Beikost nach der 17. und vor der 26. Lebenswoche (5. – 7. Lebensmonat) mindert diese Risiken wesentlich, so belegen es Studien seit längerem. Zudem betont die DGKJ-Ernährungskommission, dass bei Baby-led Weaning die angemessene Versorgung des Babys mit kritischen Nährstoffen wie Eisen nicht gesichert ist.

Vegetarisch bis vegan – auch für´s Baby?

Immer mehr Erwachsene ernähren sich vegetarisch oder vegan und wollen dies als Eltern auch an ihre Kinder weitergeben. Die DGKJ-Ernährungsexperten kommen in ihrer Empfehlung zu dem Schluss, dass eine ovo-laktovegetarische Ernährung im 1. Lebensjahr möglich ist. Ovo-Lakto-Vegetarier essen kein Fleisch und Fisch, nahmen aber Lebensmittel zu sich, die vom lebenden Tier stammen, zum Beispiel Milchprodukte. Bei einer ovo-laktovegetarischen Ernährung ist jedoch eine sorgfältige Auswahl der Lebensmittel notwendig, um die Nährstoffversorgung des Kindes sicherzustellen.

Eine vegane Ernährung hingegen – also rein pflanzlich ohne Milchprodukte und Ei – verursacht schwerwiegende Defizite in der Nährstoffversorgung des Kindes. Dies ist mit hohen Risiken für seine Entwicklung und Gesundheit verbunden, bis hin zu irreversiblen neurologischen Schäden. Eine vegane Ernährung ist deshalb für Säuglinge nicht geeignet.

Whats App Nummer

01575 4399311

Reservierungen

Für Reservierungen können Sie sich gerne telefonisch bei uns melden unter
0234/47 01 12.

News

Säureblocker kann Asthma fördern
Säureblocker kann Asthma fördern

Vorsicht bei Atemwegserkrankungen

Säureblocker gelten als gut verträglich. Bei längerfristiger Einnahme drohen allerdings Nebenwirkungen. Insbesondere für Patient*innen mit chronischen Atemwegserkrankungen kann das problematisch werden.   mehr

Mit Optimismus länger leben
Mit Optimismus länger leben

Schützt Herz und Zellen

Für ein gesundes langes Leben sind nicht nur gute Gene verantwortlich. Man kann auch einiges selbst dafür tun - zum Beispiel sich weniger ärgern.   mehr

Zäpfchen richtig anwenden
Zäpfchen richtig anwenden

Alternative zu normalen Tabletten

Nicht nur bei Kindern ist die Anwendung von rektalen Zäpfchen oft sinnvoll. Leiden Erwachsene etwa an starkem Brechdurchfall, bleiben normale Tabletten nicht lang genug im Magen-Darm-Trakt, um zu wirken.   mehr

Gehen lindert Kniegelenksarthrose
Ältere Frau beim Nordic Walking. Gehtraining kann bei Arthrose der Kniegelenke helfen - aber nicht bei jedem.

Nur mit geraden oder O-Beinen

Sportliches Gehen kann die Kniegelenksarthrose aufhalten. Das trifft allerdings nicht auf Menschen zu, die mit X-Beinen durch die Welt laufen.   mehr

Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch
Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch

Einfluss nicht unterschätzen

Die meisten Menschen wissen, dass starkes Übergewicht (Adipositas) nicht gesund ist. Weniger bekannt ist aber, dass Adipositas auch die Chancen auf ein Kind verringern und Schwangerschaften komplizierter machen kann.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Mark-Apotheke
Inhaber Marc Dickhöfer
Telefon 0234/47 01 12
Fax 0234/32 49 5 99
E-Mail mark-apotheke@email.de